Beifall auf die Nase

Mit sichtbarer Beule in der Soutane zitiert das über-katholische Onlinemagazin kath.net eine Pressemitteilung von Terre des Femmes:

Nicht ganz helle? Zünd' eine Kerze in der Onlinekapelle!

Nun kann man sich nicht aussuchen, aus welcher Ecke man Beifall bekommt. Wenn es dann aber geschieht, gibt es doch eine Unzahl von Kanälen über die man darauf hinweisen könnte, dass man sich nicht zur Galionsfigur für Rechtspopulismus mißbrauchen lassen will.

Wenn dies nicht geschieht muss man sich wohl vorwerfen lassen, für die eigene Kampagne auch am rechten Rand der Politik Verbündete zu suchen. Zu kath.net liest man auf Wikipedia:

Ferdinand Kaineder kritisierte als damaliger Sprecher der Diözese Linz die seiner Ansicht nach einseitigen Kampagnen des Online-Magazins und hält die angebliche Anonymität und die Nichtbeachtung anderer journalistischer Prinzipien für fragwürdig. […]

Im Juni 2012 erklärte Markus Kremser, Pressesprecher des Bistums Augsburg, auf kath.net kommentierten regelmäßig „Leute, die dem rechtsradikalen Spektrum nahe stehen“.

Der Linzer Kirchenhistoriker Helmut Wagner gab an, kath.net appelliere an Autoritäten und attackiere alles, was nach Demokratisierung aussehe. Margit Hauft, die ehemalige Präsidentin der Katholischen Aktion Oberösterreich, sprach von einem „menschenverachtenden Journalismus“. Dem schloss sich auch Lukas Brühwiler-Frésey, Präsident der Katholischen Volkspartei der Schweiz, an.[…]

Lukas Brühwiler-Frésey kritisiert den Mangel an journalistischer Qualität, die gezielte Leserlenkung durch selektierende Postingfreischaltung und vor allem den menschenverachtenden Ton im Forum: „Polemik gegen Homosexuelle, Protestanten, im Bundestag vertretene Parteien, deutschsprachige Medien, katholische Theologen und Bischöfe verbreitet auch das Forum auf kath.net.


Die kritische Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen Strömungen im Feminismus darf nicht zur Mißachtung der herausragenden Errungenschaften des Feminismus führen, und auch nicht zur Relativierung der immer noch bestehenden fundamentalen Ungerechtigkeiten, oder dem unermüdlichen Einsatz vieler fantastischer Frauen (und Männer) im Kampf gegen diese.

Falls Du Dich daher hier in Deinem Chauvismus bestärkt fühlen solltest, oder mich als Kronzeugin verwenden willst, hast Du schon wieder was nicht verstanden.

Außerdem: geh' Sterben!