Beim Geld hört der Spass auf

Gemäß dem inoffiziellen Vereinsmottos «Entweder Konsequent oder Inkonsequent, aber das ewige Hin und Her reicht mir jetzt!» zeigt Terre des Femmes zuweilen eine fast zärtliche Bereitschaft, eigene Positionen zu hinterfragen, wenn neue Fakten auftauchen.

So immer dann, wenn es gilt, eine Praktikumsstelle neu zu besetzen: im Lichte der geänderten Situation müssen sich hehre Ziele wie eine menschenwürdige Entlohnung dann auch kritische Fragen stellen lassen. Wie «wenn es genug Studentinnen gibt, die uns quasi dafür bezahlen würden, unseren Intensivkurs Micromanagement aka «Praktikum» zu besuchen – warum nicht zugreifen?»

Daher gilt:

Als Aufwandsentschädigung bezahlt TDF 200,- EUR (ohne Abschluss) bzw. 250,- EUR (mit Bachelorabschluss oder Zwischenprüfung) pro Monat für die ersten drei Monate, bei einem Pflichtpraktikum mit längerer Praktikumsdauer erhöht sich die Aufwandsentschädigung um jeweils 50,- EUR pro Monat vom vierten bis zum sechsten Monat.

Wem diese Formulierung wage bekannt vorkommt täuscht sich nicht: sie wurde maßgeschneidert an das Gesetz zur Praktikumsentlohnung angepasst.

Aber immerhin arbeitet man für die gute Sache:

also fast: von Praktikantinnen erfahren wir, dass sie genötigt wurden, für die Teilnahme an Demonstrationen einen Urlaubstag zu beantragen.

Die kritische Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen Strömungen im Feminismus darf nicht zur Mißachtung der herausragenden Errungenschaften des Feminismus führen, und auch nicht zur Relativierung der immer noch bestehenden fundamentalen Ungerechtigkeiten, oder dem unermüdlichen Einsatz vieler fantastischer Frauen (und Männer) im Kampf gegen diese.

Falls Du Dich daher hier in Deinem Chauvismus bestärkt fühlen solltest, oder mich als Kronzeugin verwenden willst, hast Du schon wieder was nicht verstanden.

Außerdem: geh' Sterben!